von Millenium » Dienstag 23. Juni 2026, 09:30
Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 13:48
Eigentlich auf ein häufig vorkommendes Formulierungsunglück bei Kontaktanzeigen gemünzt:
[Bild]
Aber ich tippe, das ist auch das häufigste Problem, wo bei Frauen die Jalousie runterfällt, also einfach in der eigenen Phantasie oder nenns der eigenen Vorurteilswelt. Und das betrifft auch unseren Fetisch insgesamt. - Bei ihrer Scheide denkt keine Frau beim Sex daran, dass das auch der Geburtskanal ist, aber bei Milchgeben als Sex sitzt bei vielen nach wie vor fest drin, dass das nur einen einzigen Zweck haben kann/darf. Genau den Fokus muss man umgedreht kriegen. Die S/M-ler habens da leicht, die können sich den Kick geben, dass die dienende Sklavin von ihrem Herrn ausgesaugt wird und alles tun will, ihm das zu geben. Tja. Schon siehts ganz anders aus. Das müsste man eigentlich in einer zweiten Zeichnung gegenüberstellen.
Das ist etwas was mir allgemein sehr schwerfällt zu verstehen, seit ich mich für dieses Thema interessiere: Warum unsere Gesellschaft so widersprüchlich mit den Brüsten umgeht. Einerseits werden sie ständig in Werbung / Film etc. ganz offensichtlich für ihre sexuelle Ausstrahlungskraft verwendet, andererseits gelten sie ab dem Zeitpunkt wo damit ein Baby gestillt wird / wurde quasi als alleiniges Eigentum jenes Kindes und haben nahezu für allezeit ihre sexuelle Funktion verloren, und erst recht darf niemals der Vater des Kindes in denselben Genuss kommen...
Aber nun ja, so ist es halt. Hilft mir leider auch nicht.
Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 19:05
Aber davon (dieser Mann-Frau-Grundsatz-Sicht) mal abgesehen. Wenn die Kinder noch klein sind, kanns natürlich auch sein, dass sie sich grundsätzlich (also nicht bloß wegen dir) völlig übersättigt und bedrängt fühlt und alles viel zu viel ist. Das kann man als Potential sehen! Angenommen es ist so, dann guck dir mal an, wo du Druck bei ihr rausnehmen kannst, also irgendwas regelmäßig mit den Kindern machen, Haushalt, weiß der Geier. Vielleicht, ihr mal anbieten, ihr auch regelmäßig mal eine Auszeit zu nehmen, dass sie sich mit einer Freundin treffen kann o.ä, ohne immer alle am Rockzipfel zu haben. Kann ja sein, dass das alles bloß Symptome so einer Überlastung sind.
Also Überlastung und alles viel zu viel spielt definitiv eine große Rolle, ohne Frage. Großes Kind wechselt gerade in die weiterführende Schule, mittleres Kind ist präpubertär zickig und kleines Kind ist nun ja noch sehr klein und braucht vor und nach der Krippe eine rundum Betreuung. Großes Haus, großer Haushalt und viel zu tun, dazu noch Ehemann der potenziell an jeden Wochentag inklusive Wochenenden und Feiertagen arbeiten muss und dass auch mal 24h am Stück. Und in dieser Situation will sie gerade selbst wieder voll in den Beruf einsteigen.
Natürlich ist das sehr viel und eigentlich auch eindeutig zu viel.
Und ja, ich versuche soweit möglich dem Rechnung zu tragen, sobald ich durch die Tür komme nehme ich den Kleinen und kümmere mich um ihn, ich bin für Abwasch/Geschirrspülmaschine hauptverantwortlich, bringe den Müll raus, mähe den Rasen, übernehme wann immer zeitlich möglich den EInkauf, fahre gelegentlich die Kinder zu ihren Aktivitäten und bringe den Kleinen ins Bett.
Ich habe auch schon Bereitschaft signalisiert, meine Arbeitszeit zu reduzieren, was sie aber momentan nicht will.
Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 19:05
Zusatz-Idee: Versuche doch mal einen Deal. Du sagst klipp und klar, dass das derartig tief in dir drin ist, dass das nicht einfach ind en Skat stecken kannst. Und ihr macht aus, dass sie aber ein halbes Jahr erst mal ihre Ruhe davon hat. Details musst du dir aber überlegen, ich weiß ja nicht, was bei dir wirklich gehen würde.
Ist einfach so, dass die Kleinkindzeit echt ne schwere Belastung ist.
Hab es schonmal so ähnlich versucht. Da gibt es zwei Probleme. Also das eine ist dass sie sich a) nicht darauf einlassen kann, mir zu sagen nach wieviel Zeit es genug Pause war und b) sie mir keine Garantie geben möchte, dass sie sich nach Ablauf der Zeit wirklich vorstellen kann mich regelmäßig an die Brust zu lassen.
Das andere Problem ist in mir selbst und das wäre dass ich mir kaum vorstellen kann, so lange die FInger von ihnen zu lassen. Wir haben es schon einen Monat lang versucht, das hat so mäßig gut geklappt und danach war nichts anders als vorher, weder bei ihr noch bei mir.
Aber ja, eine lange Pause wo ich wirklich ihre Brüste komplett in Ruhe lasse, würde ihr definitiv helfen.
Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 19:05
Ich hatte ja gehofft, dass die Sexualtherapeutin da helfen kann, aber die hat sich eher darauf fixiert dass ich ja "heimlich" bei meiner Frau gesaugt habe und dann eher eine "Opfer/Täter" Dynamik konstruiert.
Rückfrage: Echte Psychologische Psychotherapeutin oder bloß eine dieser psychoangehauchten Beraterinnen? - Aber selbst da sehe ich das als schweren Kunstfehler, falls ich das richtig verstanden habe. Mit dieser Modediagnose beringst du Männer sehr nahe an eine Situation, sich (strafrechtlich!) ernsthaft bedroht zu fühlen und die können dann in den Eigensicherungsmodus übergehen, sprich: Beziehung zerstört, tolles Therapieergebnis.
Ansonsten: Zu einer Beziehung gehören immer beide, also auch mal zu gucken, ob man sich mit Dingen anfreunden kann, die dem Partner Freude bereiten. Banales Beispiel: Sie ist völliger Ballett-Fan, er nicht, und er entschließt sich, sich auf Ballett richtig einzulassen. Ist er Opfer, ist sie Täterin? Wenn nein, warum ja beim Thema Sex?
Aber wie gesagt: Beachte den Aspekt Überlastung und denk mal ernsthaft drüber nach, ob von den oben schon gesagten was sinnvoll wäre.
Die Therapeutin ist Ärztin - Gynäkologin - die sich auf sowas spezialisiert hat.
Mein Eindruck war dass sie von ihrer eigenen Überzeugung her aber vor allem Feministin ist und sobald klar wurde dass in der Beziehung zwischen mir und meiner Frau etwas passiert ist was nicht vollkommen einvernehmlich war, wollte sie hauptsächlich meine Frau davon überzeugen Distanz zu mir aufzubauen.
[quote=Christine post_id=24277 time=1782128918 user_id=49]
Eigentlich auf ein häufig vorkommendes Formulierungsunglück bei Kontaktanzeigen gemünzt:
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Aber ich tippe, das ist auch das häufigste Problem, wo bei Frauen die Jalousie runterfällt, also einfach in der eigenen Phantasie oder nenns der eigenen Vorurteilswelt. Und das betrifft auch unseren Fetisch insgesamt. - Bei ihrer Scheide denkt keine Frau beim Sex daran, dass das auch der Geburtskanal ist, aber bei Milchgeben als Sex sitzt bei vielen nach wie vor fest drin, dass das nur einen einzigen Zweck haben kann/darf. Genau den Fokus muss man umgedreht kriegen. Die S/M-ler habens da leicht, die können sich den Kick geben, dass die dienende Sklavin von ihrem Herrn ausgesaugt wird und alles tun will, ihm das zu geben. Tja. Schon siehts ganz anders aus. Das müsste man eigentlich in einer zweiten Zeichnung gegenüberstellen.
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Das ist etwas was mir allgemein sehr schwerfällt zu verstehen, seit ich mich für dieses Thema interessiere: Warum unsere Gesellschaft so widersprüchlich mit den Brüsten umgeht. Einerseits werden sie ständig in Werbung / Film etc. ganz offensichtlich für ihre sexuelle Ausstrahlungskraft verwendet, andererseits gelten sie ab dem Zeitpunkt wo damit ein Baby gestillt wird / wurde quasi als alleiniges Eigentum jenes Kindes und haben nahezu für allezeit ihre sexuelle Funktion verloren, und erst recht darf niemals der Vater des Kindes in denselben Genuss kommen...
Aber nun ja, so ist es halt. Hilft mir leider auch nicht.
[quote=Christine post_id=24282 time=1782147954 user_id=49]
Aber davon (dieser Mann-Frau-Grundsatz-Sicht) mal abgesehen. Wenn die Kinder noch klein sind, kanns natürlich auch sein, dass sie sich grundsätzlich (also nicht bloß wegen dir) völlig übersättigt und bedrängt fühlt und alles viel zu viel ist. Das kann man als Potential sehen! Angenommen es ist so, dann guck dir mal an, wo du Druck bei ihr rausnehmen kannst, also irgendwas regelmäßig mit den Kindern machen, Haushalt, weiß der Geier. Vielleicht, ihr mal anbieten, ihr auch regelmäßig mal eine Auszeit zu nehmen, dass sie sich mit einer Freundin treffen kann o.ä, ohne immer alle am Rockzipfel zu haben. Kann ja sein, dass das alles bloß Symptome so einer Überlastung sind.[/quote]
Also Überlastung und alles viel zu viel spielt definitiv eine große Rolle, ohne Frage. Großes Kind wechselt gerade in die weiterführende Schule, mittleres Kind ist präpubertär zickig und kleines Kind ist nun ja noch sehr klein und braucht vor und nach der Krippe eine rundum Betreuung. Großes Haus, großer Haushalt und viel zu tun, dazu noch Ehemann der potenziell an jeden Wochentag inklusive Wochenenden und Feiertagen arbeiten muss und dass auch mal 24h am Stück. Und in dieser Situation will sie gerade selbst wieder voll in den Beruf einsteigen.
Natürlich ist das sehr viel und eigentlich auch eindeutig zu viel.
Und ja, ich versuche soweit möglich dem Rechnung zu tragen, sobald ich durch die Tür komme nehme ich den Kleinen und kümmere mich um ihn, ich bin für Abwasch/Geschirrspülmaschine hauptverantwortlich, bringe den Müll raus, mähe den Rasen, übernehme wann immer zeitlich möglich den EInkauf, fahre gelegentlich die Kinder zu ihren Aktivitäten und bringe den Kleinen ins Bett.
Ich habe auch schon Bereitschaft signalisiert, meine Arbeitszeit zu reduzieren, was sie aber momentan nicht will.
[quote=Christine post_id=24282 time=1782147954 user_id=49]
Zusatz-Idee: Versuche doch mal einen Deal. Du sagst klipp und klar, dass das derartig tief in dir drin ist, dass das nicht einfach ind en Skat stecken kannst. Und ihr macht aus, dass sie aber ein halbes Jahr erst mal ihre Ruhe davon hat. Details musst du dir aber überlegen, ich weiß ja nicht, was bei dir wirklich gehen würde.
Ist einfach so, dass die Kleinkindzeit echt ne schwere Belastung ist.
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Hab es schonmal so ähnlich versucht. Da gibt es zwei Probleme. Also das eine ist dass sie sich a) nicht darauf einlassen kann, mir zu sagen nach wieviel Zeit es genug Pause war und b) sie mir keine Garantie geben möchte, dass sie sich nach Ablauf der Zeit wirklich vorstellen kann mich regelmäßig an die Brust zu lassen.
Das andere Problem ist in mir selbst und das wäre dass ich mir kaum vorstellen kann, so lange die FInger von ihnen zu lassen. Wir haben es schon einen Monat lang versucht, das hat so mäßig gut geklappt und danach war nichts anders als vorher, weder bei ihr noch bei mir.
Aber ja, eine lange Pause wo ich wirklich ihre Brüste komplett in Ruhe lasse, würde ihr definitiv helfen.
[quote=Christine post_id=24282 time=1782147954 user_id=49]
[quote]Ich hatte ja gehofft, dass die Sexualtherapeutin da helfen kann, aber die hat sich eher darauf fixiert dass ich ja "heimlich" bei meiner Frau gesaugt habe und dann eher eine "Opfer/Täter" Dynamik konstruiert.[/quote]
Rückfrage: Echte Psychologische Psychotherapeutin oder bloß eine dieser psychoangehauchten Beraterinnen? - Aber selbst da sehe ich das als schweren Kunstfehler, falls ich das richtig verstanden habe. Mit dieser Modediagnose beringst du Männer sehr nahe an eine Situation, sich (strafrechtlich!) ernsthaft bedroht zu fühlen und die können dann in den Eigensicherungsmodus übergehen, sprich: Beziehung zerstört, tolles Therapieergebnis.
Ansonsten: Zu einer Beziehung gehören immer beide, also auch mal zu gucken, ob man sich mit Dingen anfreunden kann, die dem Partner Freude bereiten. Banales Beispiel: Sie ist völliger Ballett-Fan, er nicht, und er entschließt sich, sich auf Ballett richtig einzulassen. Ist er Opfer, ist sie Täterin? Wenn nein, warum ja beim Thema Sex?
Aber wie gesagt: Beachte den Aspekt Überlastung und denk mal ernsthaft drüber nach, ob von den oben schon gesagten was sinnvoll wäre.
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Die Therapeutin ist Ärztin - Gynäkologin - die sich auf sowas spezialisiert hat.
Mein Eindruck war dass sie von ihrer eigenen Überzeugung her aber vor allem Feministin ist und sobald klar wurde dass in der Beziehung zwischen mir und meiner Frau etwas passiert ist was nicht vollkommen einvernehmlich war, wollte sie hauptsächlich meine Frau davon überzeugen Distanz zu mir aufzubauen.