Bitte wie bei allen "Naturmitteln" mit den folgenden Informationen etwas vorsichtig umgehen, was "gefühlt" irgendwie wirken soll, ist vom Wert her noch lange nicht mit dem vergleichbar, was gute klinische Tests hergeben. Trotzdem, interessant ist es allemal:
Shatavari (indischer Spargel) gilt im Ayurveda (indische Volksheilkunde) als wirksames Galaktagogum, das die Prolaktinproduktion anregen und so die Milchbildung fördern kann. Studien zeigen angeblich, dass es den Prolaktinspiegel erhöhen, die Milchbildung unterstützen und den Hormonhaushalt allgemein ausgleichen kann (können soll). Es wird oft angewendet bei Kinderwunsch und in den Wechseljahren.
Die Wirkung von Shatavari auf Prolaktin: Steigerung der Milchproduktion: Shatavari wird traditionell eingesetzt, um die Milchmenge bei stillenden Müttern zu erhöhen.
Prolaktin-Anstieg: Eine Studie zeigte, dass Mütter, die 30 Tage lang Shatavari einnahmen, einen signifikanten (teils dreifachen) Anstieg des Prolaktinspiegels verzeichneten.
Wirkmechanismus: Es enthält Tryptophan, eine Aminosäure, welche die Produktion von Prolaktin anregen kann.
Wichtiger Hinweis: Es fehlen umfassende westliche (wissenschaftliche) Studien.
Shatavari-Produkte sind als Pulver, Kapseln oder Granulat erhältlich, wobei auf den Zuckergehalt geachtet werden soll.
Dosierung bei induzierter Laktation:
In traditionellen Anleitungen wird Shatavari meist über einen längeren Zeitraum eingenommen, bevor die eigentliche Induktion begonnen wird.
Pulver (Churna): Meist 3–6 Gramm täglich, eingerührt in warme (Mandel-)Milch mit etwas Honig oder Ghee. Die Fette in der Milch dienen als Trägerstoffe für die Saponine.
Extrakt/Kapseln: Modernere Form, oft höher konzentriert. Üblich sind Dosierungen von 500–1000 mg Extrakt täglich.
Siddha Ghee: Ein medizinisiertes Butterfett, das oft für Massagen der Brust verwendet wird, um die lokale Durchblutung zusätzlich zur Einnahme zu fördern.
Induktion:
Phase 1: Die Vorbereitung (Vorgeschalteter Zyklus)
Dauer: ca. 4–8 Wochen vor dem geplanten Laktationsbeginn. In dieser Phase geht es darum, das Brustdrüsengewebe aufzubauen (Proliferation).
Shatavari: Beginn der Einnahme (ca. 3–5g Pulver oder entsprechende Kapseldosis täglich). Ziel ist es, den Prolaktinspiegel sanft anzuheben.
Mechanik: Noch kein intensives Pumpen, aber tägliche Brustmassagen (z.B. nach Marmet oder der Marmanyasa-Methode oder Mann an der Brust).
Phase 2: Die Induktionsphase (Das “Power-Pumpen”)
Dauer: 2–4 Wochen dem geplanten Laktationsbeginn. Hier wird dem Körper eine Geburt simuliert.
Shatavari: Die Dosis kann beibehalten oder leicht erhöht werden.
Mechanik: Einsatz einer elektrischen Doppelmilchpumpe in Intervallen.
Schema: 5- bis 8-mal täglich für ca. 15–20 Minuten pumpen.
Wichtig: Es geht anfangs nicht um die Menge der gewonnenen Milch (oft kommen nur Tropfen), sondern um die Frequenz der Stimulation.
Phase 3: Die Erhaltungsphase (die Brüstet geben Milch)
Shatavari: Weiterführung als Unterstützung, besonders wenn die Milchmenge stagniert.
Mechanik: Das Stillen/Melken ersetzt die Pumpe. Der Genuss der Hingabe und das Saugen der Milch aus der Brust löst die stärksten Oxytocin-Schübe aus.
---------
Noch einmal in anderen Worten: Dass jemand (oder eine größere Gruppe von Leuten) etwas als hilfreich darstellt, muss nicht zwingend bedeuten, dass das auch so ist. Weitaus besser sind kontrollierte Studien. Bitte belest euch also.
Zwei Fundstücke dazu:
Klinische Studien deuten darauf hin, dass Shatavari das „Milchhormon“ Prolaktin steigern und die Muttermilchproduktion erhöhen kann. Es wird entweder allein oder in Kombination mit anderen galaktagogen wirkenden Kräutern und/oder Mineral- und Vitaminpräparaten verwendet (Gupta & Shaw, 2011; Birla et al., 2022; Rajni et al., 2023; Joglekar et al., 1967; Sholapurkar, 1986; Sharma et al., 1996; Mehta, 2014).
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24363697/
Die Drugs and Lactation Database (LactMed®) bestätigt, dass „Shatavari eine lange Geschichte der Anwendung als Galaktagogum in Indien hat und im offiziellen ayurvedischen Arzneibuch für diese Anwendung aufgeführt ist“ (LactMed®, Wild Asparagus). Sie geben an, dass die meisten klinischen Studien mit Shatavari bei stillenden Frauen darauf hindeuten, dass es die Muttermilchproduktion nach der Geburt unterstützt, ohne dass unerwünschte Wirkungen berichtet wurden, obwohl seine Sicherheit nicht gründlich untersucht wurde.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501813/
Shatavari (indischer Spargel)
Forumsregeln
Info-Sammlung: Anleitungen, Beschreibungen, Untersuchungen, wissenschaftliche Berichte usw. rund ums Thema Erotische Laktation. Hier bitte keine Diskussionen starten, es sei denn es geht um kurze begründete Bewertungen oder Hinweise zu den eingestellten Texten. Hier natürlich nicht erlaubt: Anbaggern, Annoncen u.s.w. (dafür sind die Foren "Kontaktanzeigen" und "Annoncen" da).
Lebensdauer der Beiträge: (theoretisch) undendlich.
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Shatavari (indischer Spargel)
Sag mal Hertha, ich hab gehört, bei anderen Säugetieren gehen die Titten weg, wenn sie grad nicht säugen. Wozu sind 'n meine Titten da, wenn ich grad kein Kind dran hängen hab? (Augenklapper)
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Re: Shatavari (indischer Spargel)
Sehr interessant,Christine hat geschrieben: ↑Samstag 2. Mai 2026, 22:19 Bitte wie bei allen "Naturmitteln" mit den folgenden Informationen etwas vorsichtig umgehen, was "gefühlt" irgendwie wirken soll, ist vom Wert her noch lange nicht mit dem vergleichbar, was gute klinische Tests hergeben. Trotzdem, interessant ist es allemal:
Shatavari (indischer Spargel) gilt im Ayurveda (indische Volksheilkunde) als wirksames Galaktagogum, das die Prolaktinproduktion anregen und so die Milchbildung fördern kann. Studien zeigen angeblich, dass es den Prolaktinspiegel erhöhen, die Milchbildung unterstützen und den Hormonhaushalt allgemein ausgleichen kann (können soll). Es wird oft angewendet bei Kinderwunsch und in den Wechseljahren.
Die Wirkung von Shatavari auf Prolaktin: Steigerung der Milchproduktion: Shatavari wird traditionell eingesetzt, um die Milchmenge bei stillenden Müttern zu erhöhen.
Prolaktin-Anstieg: Eine Studie zeigte, dass Mütter, die 30 Tage lang Shatavari einnahmen, einen signifikanten (teils dreifachen) Anstieg des Prolaktinspiegels verzeichneten.
Wirkmechanismus: Es enthält Tryptophan, eine Aminosäure, welche die Produktion von Prolaktin anregen kann.
Wichtiger Hinweis: Es fehlen umfassende westliche (wissenschaftliche) Studien.
Shatavari-Produkte sind als Pulver, Kapseln oder Granulat erhältlich, wobei auf den Zuckergehalt geachtet werden soll.
Dosierung bei induzierter Laktation:
In traditionellen Anleitungen wird Shatavari meist über einen längeren Zeitraum eingenommen, bevor die eigentliche Induktion begonnen wird.
Pulver (Churna): Meist 3–6 Gramm täglich, eingerührt in warme (Mandel-)Milch mit etwas Honig oder Ghee. Die Fette in der Milch dienen als Trägerstoffe für die Saponine.
Extrakt/Kapseln: Modernere Form, oft höher konzentriert. Üblich sind Dosierungen von 500–1000 mg Extrakt täglich.
Siddha Ghee: Ein medizinisiertes Butterfett, das oft für Massagen der Brust verwendet wird, um die lokale Durchblutung zusätzlich zur Einnahme zu fördern.
Induktion:
Phase 1: Die Vorbereitung (Vorgeschalteter Zyklus)
Dauer: ca. 4–8 Wochen vor dem geplanten Laktationsbeginn. In dieser Phase geht es darum, das Brustdrüsengewebe aufzubauen (Proliferation).
Shatavari: Beginn der Einnahme (ca. 3–5g Pulver oder entsprechende Kapseldosis täglich). Ziel ist es, den Prolaktinspiegel sanft anzuheben.
Mechanik: Noch kein intensives Pumpen, aber tägliche Brustmassagen (z.B. nach Marmet oder der Marmanyasa-Methode oder Mann an der Brust).
Phase 2: Die Induktionsphase (Das “Power-Pumpen”)
Dauer: 2–4 Wochen dem geplanten Laktationsbeginn. Hier wird dem Körper eine Geburt simuliert.
Shatavari: Die Dosis kann beibehalten oder leicht erhöht werden.
Mechanik: Einsatz einer elektrischen Doppelmilchpumpe in Intervallen.
Schema: 5- bis 8-mal täglich für ca. 15–20 Minuten pumpen.
Wichtig: Es geht anfangs nicht um die Menge der gewonnenen Milch (oft kommen nur Tropfen), sondern um die Frequenz der Stimulation.
Phase 3: Die Erhaltungsphase (die Brüstet geben Milch)
Shatavari: Weiterführung als Unterstützung, besonders wenn die Milchmenge stagniert.
Mechanik: Das Stillen/Melken ersetzt die Pumpe. Der Genuss der Hingabe und das Saugen der Milch aus der Brust löst die stärksten Oxytocin-Schübe aus.
---------
Noch einmal in anderen Worten: Dass jemand (oder eine größere Gruppe von Leuten) etwas als hilfreich darstellt, muss nicht zwingend bedeuten, dass das auch so ist. Weitaus besser sind kontrollierte Studien. Bitte belest euch also.
Zwei Fundstücke dazu:
Klinische Studien deuten darauf hin, dass Shatavari das „Milchhormon“ Prolaktin steigern und die Muttermilchproduktion erhöhen kann. Es wird entweder allein oder in Kombination mit anderen galaktagogen wirkenden Kräutern und/oder Mineral- und Vitaminpräparaten verwendet (Gupta & Shaw, 2011; Birla et al., 2022; Rajni et al., 2023; Joglekar et al., 1967; Sholapurkar, 1986; Sharma et al., 1996; Mehta, 2014).
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24363697/
Die Drugs and Lactation Database (LactMed®) bestätigt, dass „Shatavari eine lange Geschichte der Anwendung als Galaktagogum in Indien hat und im offiziellen ayurvedischen Arzneibuch für diese Anwendung aufgeführt ist“ (LactMed®, Wild Asparagus). Sie geben an, dass die meisten klinischen Studien mit Shatavari bei stillenden Frauen darauf hindeuten, dass es die Muttermilchproduktion nach der Geburt unterstützt, ohne dass unerwünschte Wirkungen berichtet wurden, obwohl seine Sicherheit nicht gründlich untersucht wurde.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501813/
danke für deine Mühe Christine!
LG
