ich habe mich entschieden, hier ein Tagebuch zu beginnen, um meinen Weg hin zur induzierten Laktation zu dokumentieren. Die Einträge sollen wöchentlich erfolgen und sowohl körperliche Veränderungen als auch meine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen auf diesem Weg widerspiegeln.
Mein aktueller Ist-Zustand:
Ich stehe im Moment noch am Anfang meines Weges, auch wenn der Prozess für mich innerlich schon länger begonnen hat. Seit Ende Dezember pumpe ich regelmäßig und habe in dieser Zeit bereits kleine Veränderungen wahrgenommen.
Vor allem ein verändertes Körpergefühl, eine stärkere Wahrnehmung meiner Brust und feine Empfindungen, die ich zuvor so nicht kannte.
Nach diesen ersten Erfahrungen habe ich mich dazu entschieden, den Weg nun bewusster und strukturierter weiterzugehen.
Nach Rücksprache mit meiner Gynäkologin habe ich vorgestern begonnen, Yasmin als hormonelle Vorbereitung einzunehmen.
Das Pumpen führe ich parallel weiter und plane, es auch während der Einnahme von Yasmin beizubehalten, um meinem Körper weiterhin die entsprechenden Reize zu geben, aber auch weil das das regelmäßige pumpen sehr mag.
Sichtbare Veränderungen gibt es bislang kaum, eher leise Signale, Spannung, Wärme, ein anderes Gefühl von Präsenz. Noch ist vieles ruhig, aber ich spüre, dass sich langsam etwas in Bewegung setzt.
Warum ich diesen Weg gehe:
Der Wunsch nach Laktation ist für mich kein spontaner Gedanke, sondern etwas, das sich über längere Zeit entwickelt hat.
Es geht für mich um Nähe, Bindung und Hingabe und darum, meinem Körper eine Funktion zu erlauben, die sich für mich tief stimmig anfühlt. Stillen bedeutet für mich nicht nur Ernährung, sondern Beziehung, Regulation und eine sehr intime Form von Verbundenheit.
Warum dieses Tagebuch:
Ich schreibe dieses Tagebuch zum einen für mich selbst, um meinen Prozess bewusst zu begleiten, Entwicklungen einzuordnen und auch Zweifel oder Pausen sichtbar zu machen. Zum anderen hoffe ich, dass meine Erfahrungen für andere hilfreich oder ermutigend sein können, die ähnliche Gedanken oder Wünsche haben.
Ich erhebe keinen Anspruch auf „richtig“ oder „vorbildlich“. Dies ist mein persönlicher Weg, mit allem, was dazugehört.
Ich freue mich über respektvollen Austausch, Fragen oder auch das stille Mitlesen.
Der nächste Eintrag folgt in etwa einer Woche.


