Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

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Gast

Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Gast »

Ich habe so etwas oft gehört, seltsamerweise immer in die eine Richtung: Frauen bestimmen über ihren Körper selbst, und die Männer hätten keinen Anspruch auf bestimmte Intimität und hätten das zu respektieren, was sie bekommen.
Während ich dem grundsätzlich zustimme, macht es in einer Beziehung keinen Sinn, denn eine Beziehung oder Ehe basiert ja auf Intimität. Während jeder das Recht haben sollte,sich zurückzunehmen, wenn es gerade nicht passt, finde ich die Situation, in der sich einer komplett verweigert, sehr problematisch. Insbesondere, wenn der Partner signalisiert, wie wichtig einem diese Sache ist.
Wenn Sie sagt: "Nicht jetzt", "Das Baby kommt zuerst", "Ich brauche mal emotionale Erholungszeit usw." ist das verständlich; das Recht, sich um sich selbst zu kümmern und Freiräume zu fordern. Aber wenn einer kategorisch etwas ablehnt, das für den anderen so wichtig ist, dann ist die Beziehung von einer Liebesbeziehung - wo man gibt, um den anderen glücklich zu sehen - zu einer (zumindest teilweise) egotistischen Beziehung, in der man überlegt, was man hineinsteckt, um etwas für sich herauszubekommen, geworden.
Das sind vielleicht sehr viele Beziehungen, aber es ist nicht gut: Solche Brüche werden in der Regel nicht kleiner, sondern größer.
Anderer Mann

Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Anderer Mann »

Ich stimme meinem Vorredner absolut zu!

Und zum Thema:

Auch ich habe die ersten male auch heimlich in der Nacht aus ihrer Brust getrunken, wenn meine Frau gerade günstig lag, bis ich ihr dann mal gestanden habe, dass das bei mir nicht bloß Neugier ist, sondern offenbar sehr tief sitzt.
Aber ich würde heftig gegen diesen neo-prüden Denkansatz streiten, dass man zu jedem Sex INNERHALB der Ehe erst mal eien Verhandlung führen, einen schriftlichen Vertrag schließen (kein Scherz, die Forderung gabs) u.s.w. muss. [Einschub: Ich kapiere auch nicht, wieso die Linken in den USA eine solche erzreaktionäre fundichristliche Sitte übernehmen konnten. Na ja, wenn die überhaupt noch links sind und nicht Rosstäuscher. Die Blumenkinder waren da jedebnalls drastisch anders gewesen.] Also meine Frau kann mich jederzeit einfach nehmen, wenn es sie in der Nacht überkommt und umgekehrt. Sollte das mal schief gehen, spricht man halt drüber und guckt, was man ändern soll, und das sollte auch nachher gehen, jedenfalls ist "Übergriff" deutlich zu groß aufgeblasen, danns timmt was in der Ehe nicht, ist wirklich so. Aber es ist echt Sch*, wie oft das vorkommt. Irgendwer hat hier geschrieben, dass Dritte nichts im Ehebett zu suchen haben, das fand ich gut gesagt, denn es sind ja meist Dritte oder besser gesagt die Nachwirkung von deren aggressiver Spießigkeit, die einem die Ehe kaputtmachen können- Dieses falsche "ich will euch nur helfen", "ich meins nur gut mit euch".

Der Mund des Manns an der Brust der schlafenden Frau ist jedenfalls nichts anderes als der Mund der Frau am Penis des schlafenden Manns, wo (ach? echt?) alle das plötzlich geil finden. Was soll das beim Ehepaar? - Und nur sicherheitshalber: Ich rede nicht davon, dass einer von beiden gesagt hat, er/sie wil sich trennen. Das wäre eine ganz andere Hausnummer.
Und wieso gilt selbe Regelung nicht für jeden Kuss, fürs Streicheln des Rückens? Und ich rede noch immer vom Ehepaar.

Noch mal: "Vertrauen untergraben" akzeptiere ich nicht. Das muss einen anderen Grund haben.

Aber es ist natürlich echt vertrackt. Ich gestehe, dass ich mein Verhältnis zur Brust auch nicht ändern könnte, das ging schon in der Pubertät los, wo ich die Brüste faszinierender als andere Dinge fand und hat sich recht schnell als feste Sache rausgestellt, eindeutig seit einem One-Night-Stand mit einer Bekannten, der 4 Monate nach der Geburt der Mann weggerannt war. Ich hatte ihr spontan beide Brüste leergesaugt, weil die tropften und es mich überkommen hatte. Es blieb bei der einen Nacht, weil wir ansonsten gar nicht zusammen passten, sie hats nie wieder gemacht ("macht man nichgt"), hat mir aber viele Jahre später mal gesagt, dass sie da noch immer dran denkt. Also postiv jetzt. Die Fortsetzung bei mir kam viele H´Jahre später bei meiner eigenen Frau. Und was ich echt denke: Viele (die meisten?) Frauen können es auf den Tod nicht ab, wenn man als Mann bei so etwas in der bettelnden Position ist, und bei uns könnte hinzukommen, dass eine (Baby-) stillende Frau davon bereits einen Kandidaten hat, als Ergänzung aber eher einen sorgenden/schützenden u.s.w. ganzen Mann braucht. Mag fett Klischee sein. Aber ich gehe fest davon aus, dass da was dran ist.
Wie man das Dilemma löst? - Tja, echt schwierig. Dabei haben wirs noch einfacher als die Amis, weil das Wort "stillen" immerhin auch für Hunger/Bedürfnis/Begierde stillen verwendet wird, während das englische nursing=pflegen und breastfeeding=brustfüttern halt verdammt nahe an der Mutterrolle dran ist. Einzig breastmilk=Brustmilch ist besser als dieses deutsche Muttermilch, das ich im Zusammenhang mit unserer Vorliebe völlig vermeide bzw. gar nicht im Gebrauch habe.

Aber einen echten Tip habe ich leider nicht.
Florence

Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Florence »

Schon etwas erschreckend, was man hier liest. Diese sogenannte Selbstverständlichkeit des nächtlichen Ehegemachs, sowie das man sich einfach an einem Menschen bedient. Sowas kann man ja abklären, ob man das mal tun kann, wenn es einen beflügelt, aber nicht von Grund aus tun.

Unabhängig welche Seite. Ist das okay für wen, ist das doch wundervoll, aber wenn das wer nicht mag, es trotzdem wer tut, ist das ehrlich gesagt ein sehr fraglicher Umstand.

Und sorry - die Prüderiekeule zu schwingen, ist auch etwas weit her geholt und sehr einfach gestrickt. Denn wenn es darum geht, wäre dieser (wundervolle) Fetisch auch nicht das - so verdorbene, ach verwegene, nur weil es ein gesellschaftliches Tabu ist ;-)

Ich finde, sowas sollte schön, triebhaft, aber auch zart und erfüllend sein, auf beiden Seiten und ist es für den anderen nicht, dann ist es so. Sich nicht im Zaum halten zu können, im Schlaf, wo eine andere Person bewusst es nicht mitbekommt und es nicht möchte…. Puh
Florence

Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Florence »

Millenium hat geschrieben: Mittwoch 17. Juni 2026, 06:03
Florence hat geschrieben: Samstag 13. Juni 2026, 17:51
Millenium hat geschrieben: Samstag 11. April 2026, 06:23 [...]
Mhm, schade natürlich, aber ich gebe dem obigen Beitrag recht, oft ist es auch die Penetranz zu einem Thema, die man durch ständiges wiederholen, in einem Abturn führen kann. Gerade, wenn man sich zart vortastet. Aber vielleicht gar zu oft vortastet.

Ob wir das alle genial und anregend finden, ist legitim, aber ich denke sie ist dennoch deine Frau auch mit ihren eigenen Wünschen, Bedürfnissen und vielleicht auch Unsicherheiten. Ich denke dauernd das Thema zu thematisieren, kann echt kontraproduktiv sein.

So war es bei mir vor 8 Jahren zb… auch wenn ich noch so etwas anziehend und erfüllend finde, aber wenn dauernd dieses Thema in einem unsicheren Stadium aufgekaut werden würde.. Ich weiß nicht.

Ich denke mir, letztlich haben auch wir hier nur eine subjektive Sichtweise, und können nicht alles mit Historie und Natur rechtfertigen, sonst könnte man das ja bei jeder Thematik. Es ist halt eine charmante Untermauerung.

Vielleicht ist der banalste Ansatz nicht so schlecht; im Lustmoment, in der Erregung, in der Verführung - schmackhaft machen.
Hallo Florence,
Leider sind meine Frau und ich schon auf einer Abwärtsspirale dadurch dass ich sie mit dem Thema nicht in Ruhe lassen konnte und sie andererseits sich aber auch überhaupt nicht entgegenkommend gezeigt hat. Darunter hat unserer Sex und unsere Beziehung insgesamt ordentlich gelitten.

Momentan sind wir in einem extrem stressigen Lebensabschnitt mit einem Kleinkind im Krippenalter und zwei präpubertären fast-Teenagern während wie beide Vollzeit arbeiten und ein großes Haus instand halten müssen.

In Dieser Lebenslage haben wir leider komplett gegensätzliche Bedürfnisse: Während ich bei Stress umso mehr Sex und körperliche Nähe - am allerliebsten eben ihre Brüste - brauche, nimmt ihre Libido bei Stress deutlich ab und ihr Verständnis für meine Vorliebe ist sowieso auf einem Tiefpunkt angelangt. Wir waren auch schon bei einer Sexualtherapeutin, die sich aber für mich durch die komplett einseitige Übernahme der Standpunkte meiner Frau für weitere Sessions disqualifiziert hat - sie hat unserer Beziehung eher noch geschadet.

Ich bin ziemlich verzweifelt. Die Lust auf Brüste und Brustmilch wird bei mir nicht einfach so verschwinden. Meine Frau wünschte ich würde mir das irgendwie "wegtherapieren" lassen während ich gleichzeitig das Gefühl habe, endlich meine wahre Sexualität gefunden zu haben. Also weiterhin hetero aber eben mit einem klarem Fokus auf Brüste. Doch dieses Bedürfnis kann und will sie auf absehbare Zeit nicht stillen, im wahrsten Sinne.

Für mich ist dabei nur irritierend dass sie alle paar Monate mal, wenn sie in der richtigen Stimmung ist, beim Sex das gleichzeitige Saugen an den Brüsten sehr genießen kann. Das muss sich doch irgendwie steigern lassen?

Ich gebe aber auch zu dass ich bisher ziemlich schlecht darin war, mal wochenlang ihre großen schönen Naturbrüste einfach komplett in Ruhe zu lassen, also auch kein Betatschen. Das ist sicherlich nicht förderlich gewesen.
Das ist schade, aber vielleicht braucht es einfach Zeit, um sich dann den Thema wieder zu nähern. Und man darf nicht vergessen, es ist halt auch sehr sehr viel Aufwand, den nicht jeder erbringen kann. Sexualität kann allgemein so erfüllend sein, und vielleicht ist es gut - möglich - sich nicht nur auf das Thema der Brüste zu kaprizieren, ist ja doch einseitig ;-) und ich bin selber Brustfetischistin.

Vielleicht kommt die Zeit, die Geduld, der passende Moment. Ich wünsche es Euch.
Zwanghaftes Verkopfen und gleich den Abgrund sehen, weil man dem gerade nicht nachgehen kann, …ist ja auch vermutlich kontraproduktiv für das Gemüt.

Alles Gute für Dich/Euch.
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Christine
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Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Christine »

Eigentlich auf ein häufig vorkommendes Formulierungsunglück bei Kontaktanzeigen gemünzt:
Suche Beziehung auf Augenhöhe.png
Suche Beziehung auf Augenhöhe.png (12.74 KiB) 105 mal betrachtet
Aber ich tippe, das ist auch das häufigste Problem, wo bei Frauen die Jalousie runterfällt, also einfach in der eigenen Phantasie oder nenns der eigenen Vorurteilswelt. Und das betrifft auch unseren Fetisch insgesamt. - Bei ihrer Scheide denkt keine Frau beim Sex daran, dass das auch der Geburtskanal ist, aber bei Milchgeben als Sex sitzt bei vielen nach wie vor fest drin, dass das nur einen einzigen Zweck haben kann/darf. Genau den Fokus muss man umgedreht kriegen. Die S/M-ler habens da leicht, die können sich den Kick geben, dass die dienende Sklavin von ihrem Herrn ausgesaugt wird und alles tun will, ihm das zu geben. Tja. Schon siehts ganz anders aus.
Sag mal Hertha, ich hab gehört, bei anderen Säugetieren gehen die Titten weg, wenn sie grad nicht säugen. Wozu sind 'n meine Titten da, wenn ich grad kein Kind dran hängen hab? (Augenklapper)
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Christine
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Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Christine »

Hier ein Bild als Kontrast, das eine ganz andere Perspektive nimmt:
Erotic Lactation in SM context.png
Erotic Lactation in SM context.png (99 KiB) 95 mal betrachtet
Aber davon (dieser Mann-Frau-Grundsatz-Sicht) mal abgesehen. Wenn die Kinder noch klein sind, kanns natürlich auch sein, dass sie sich grundsätzlich (also nicht bloß wegen dir) völlig übersättigt und bedrängt fühlt und alles viel zu viel ist. Das kann man als Potential sehen! Angenommen es ist so, dann guck dir mal an, wo du Druck bei ihr rausnehmen kannst, also irgendwas regelmäßig mit den Kindern machen, Haushalt, weiß der Geier. Vielleicht, ihr mal anbieten, ihr auch regelmäßig mal eine Auszeit zu nehmen, dass sie sich mit einer Freundin treffen kann o.ä, ohne immer alle am Rockzipfel zu haben. Kann ja sein, dass das alles bloß Symptome so einer Überlastung sind.

Zusatz-Idee: Versuche doch mal einen Deal. Du sagst klipp und klar, dass das derartig tief in dir drin ist, dass das nicht einfach ind en Skat stecken kannst. Und ihr macht aus, dass sie aber ein halbes Jahr erst mal ihre Ruhe davon hat. Details musst du dir aber überlegen, ich weiß ja nicht, was bei dir wirklich gehen würde.
Ist einfach so, dass die Kleinkindzeit echt ne schwere Belastung ist.
Ich hatte ja gehofft, dass die Sexualtherapeutin da helfen kann, aber die hat sich eher darauf fixiert dass ich ja "heimlich" bei meiner Frau gesaugt habe und dann eher eine "Opfer/Täter" Dynamik konstruiert.
Rückfrage: Echte Psychologische Psychotherapeutin oder bloß eine dieser psychoangehauchten Beraterinnen? - Aber selbst da sehe ich das als schweren Kunstfehler, falls ich das richtig verstanden habe. Mit dieser Modediagnose beringst du Männer sehr nahe an eine Situation, sich (strafrechtlich!) ernsthaft bedroht zu fühlen und die können dann in den Eigensicherungsmodus übergehen, sprich: Beziehung zerstört, tolles Therapieergebnis.
Ansonsten: Zu einer Beziehung gehören immer beide, also auch mal zu gucken, ob man sich mit Dingen anfreunden kann, die dem Partner Freude bereiten. Banales Beispiel: Sie ist völliger Ballett-Fan, er nicht, und er entschließt sich, sich auf Ballett richtig einzulassen. Ist er Opfer, ist sie Täterin? Wenn nein, warum ja beim Thema Sex?
Aber wie gesagt: Beachte den Aspekt Überlastung und denk mal ernsthaft drüber nach, ob von den oben schon gesagten was sinnvoll wäre.


[Typisch Männer - hier tobt ne ernsthafte Diskussion und ich krieg hier Anfragen, obs die Zeichnung auch farbig gibt. Ja, das Original war farbig, ich habs ersetzt ;-) ]
Sag mal Hertha, ich hab gehört, bei anderen Säugetieren gehen die Titten weg, wenn sie grad nicht säugen. Wozu sind 'n meine Titten da, wenn ich grad kein Kind dran hängen hab? (Augenklapper)
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Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Millenium »

Gast hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 10:59 Ich habe so etwas oft gehört, seltsamerweise immer in die eine Richtung: Frauen bestimmen über ihren Körper selbst, und die Männer hätten keinen Anspruch auf bestimmte Intimität und hätten das zu respektieren, was sie bekommen.
Während ich dem grundsätzlich zustimme, macht es in einer Beziehung keinen Sinn, denn eine Beziehung oder Ehe basiert ja auf Intimität. Während jeder das Recht haben sollte,sich zurückzunehmen, wenn es gerade nicht passt, finde ich die Situation, in der sich einer komplett verweigert, sehr problematisch. Insbesondere, wenn der Partner signalisiert, wie wichtig einem diese Sache ist.
Wenn Sie sagt: "Nicht jetzt", "Das Baby kommt zuerst", "Ich brauche mal emotionale Erholungszeit usw." ist das verständlich; das Recht, sich um sich selbst zu kümmern und Freiräume zu fordern. Aber wenn einer kategorisch etwas ablehnt, das für den anderen so wichtig ist, dann ist die Beziehung von einer Liebesbeziehung - wo man gibt, um den anderen glücklich zu sehen - zu einer (zumindest teilweise) egotistischen Beziehung, in der man überlegt, was man hineinsteckt, um etwas für sich herauszubekommen, geworden.
Das sind vielleicht sehr viele Beziehungen, aber es ist nicht gut: Solche Brüche werden in der Regel nicht kleiner, sondern größer.
Ich sehe das recht ähnlich. Natürlich gibt es auch in einer Beziehung das recht auf körperliche Selbstbestimmung, aber wenn man das dauerhaft als Argument vorbringt um dem Partner etwas zu verwehren was diesem so wichtig ist und so viel gibt dann ist das ein Abrücken von dem Ideal der Liebesbeziehung so wie ich sie mir vorstelle, nämlich mit gegenseitiger Hingabe. Und Hingabe bedeutet in gewisser Weise auch Aufgabe eigener Grenzen zugunsten des Partners, was ja durchaus nicht schädlich für einen selbst sein muss sondern sehr schön sein kann.
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Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Millenium »

Anderer Mann hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 12:40 Ich stimme meinem Vorredner absolut zu!

Und zum Thema:

Auch ich habe die ersten male auch heimlich in der Nacht aus ihrer Brust getrunken, wenn meine Frau gerade günstig lag, bis ich ihr dann mal gestanden habe, dass das bei mir nicht bloß Neugier ist, sondern offenbar sehr tief sitzt.
Aber ich würde heftig gegen diesen neo-prüden Denkansatz streiten, dass man zu jedem Sex INNERHALB der Ehe erst mal eien Verhandlung führen, einen schriftlichen Vertrag schließen (kein Scherz, die Forderung gabs) u.s.w. muss. [...] Also meine Frau kann mich jederzeit einfach nehmen, wenn es sie in der Nacht überkommt und umgekehrt. Sollte das mal schief gehen, spricht man halt drüber und guckt, was man ändern soll, und das sollte auch nachher gehen, jedenfalls ist "Übergriff" deutlich zu groß aufgeblasen, danns timmt was in der Ehe nicht, ist wirklich so. Aber es ist echt Sch*, wie oft das vorkommt. Irgendwer hat hier geschrieben, dass Dritte nichts im Ehebett zu suchen haben, das fand ich gut gesagt, denn es sind ja meist Dritte oder besser gesagt die Nachwirkung von deren aggressiver Spießigkeit, die einem die Ehe kaputtmachen können- Dieses falsche "ich will euch nur helfen", "ich meins nur gut mit euch".

Der Mund des Manns an der Brust der schlafenden Frau ist jedenfalls nichts anderes als der Mund der Frau am Penis des schlafenden Manns, wo (ach? echt?) alle das plötzlich geil finden. Was soll das beim Ehepaar? - Und nur sicherheitshalber: Ich rede nicht davon, dass einer von beiden gesagt hat, er/sie wil sich trennen. Das wäre eine ganz andere Hausnummer.
Und wieso gilt selbe Regelung nicht für jeden Kuss, fürs Streicheln des Rückens? Und ich rede noch immer vom Ehepaar.

Noch mal: "Vertrauen untergraben" akzeptiere ich nicht. Das muss einen anderen Grund haben.[...]
Ich habe meiner Frau schon öfter gesagt dass sie umgekehrt sich jederzeit an mir zu schaffen machen dürfte. Ich habe sie auch gefragt ob es unerfüllte Fantasien ihrerseits gibt die ich ihr im Gegenzug erfüllen kann. Leider bei beiden Punkten Fehlanzeige.

Und ich würde dir schon widersprechen: Wenn man sich vorher nie darüber ausgetauscht hat, ist es ein Vertrauensbruch wenn man einfach so an den Körper des anderen geht für die eigenen sexuellen Bedürfnisse.

Natürlich ist es Unsinn, für jede sexuelle Handlung vorher den "consent" schriftlich einzuholen, das propagieren wohl nur die radikalsten Femininstinnen und auch das vermutlich nur öffentlich und nicht in ihren eigenen vier Wänden wenn sie dann doch mal die Lust überkommen sollte.

Aber Zustimmung sollte schon sein und die kann ja auch einfach darin bestehen sich entspannt zurück zu lehnen und den anderen einfach machen zu lassen, zu lächeln, selbst mitzumachen, erregt zu stöhnen etc.
Diesen Grundsatz habe ich leider verletzt als ich heimlich nachts an ihren Brüsten gesaugt habe. In dem Wissen, dass sie es tagsüber nicht mehr/nicht so oft wollte wie ich.

Allerdings, und das ist auch relevant, ist das schon viele Monate her und ich habe mich zig mal dafür entschuldigt, also sollte man denken dass das mal aus der Welt ist und man schauen kann wie man jetzt weiter macht. Und hier wird es problematisch weil sie eben kategorisch ablehnt was ich schon mehrfach erklärt habe was für mich die schönste Art der Zweisamkeit überhaupt ist, das Saugen an der Brust.

Noch verwirrender ist es dann wenn beim "normalen" Sex plötzlich dann doch die Idee kommt, ich könne ja doch mal vorsichtig an den Mädels saugen, und es ihr dann allzu gut gefällt. Leider kommt das aber nur alle paar Monaten mal so vor :(
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Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Millenium »

Florence hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 13:30 [...]

Das ist schade, aber vielleicht braucht es einfach Zeit, um sich dann den Thema wieder zu nähern. Und man darf nicht vergessen, es ist halt auch sehr sehr viel Aufwand, den nicht jeder erbringen kann. Sexualität kann allgemein so erfüllend sein, und vielleicht ist es gut - möglich - sich nicht nur auf das Thema der Brüste zu kaprizieren, ist ja doch einseitig ;-) und ich bin selber Brustfetischistin.

Vielleicht kommt die Zeit, die Geduld, der passende Moment. Ich wünsche es Euch.
Zwanghaftes Verkopfen und gleich den Abgrund sehen, weil man dem gerade nicht nachgehen kann, …ist ja auch vermutlich kontraproduktiv für das Gemüt.

Alles Gute für Dich/Euch.
Also "sehr viel Aufwand" sehe ich in dem was ich aktuell möchte für meine Frau nicht. Wir reden nicht von einer Vollzeit-Stillbeziehung mit ständigem Pumpen damit man viel Milch hat. Das wäre wunderbar aber wird für mich immer unerreichbar sein, dazu ist meine Frau beruflich und privat viel zu eingespannt selbst wenn sie dem Thema gegenüber offen wäre. Was sie, Stand jetzt, absolut nicht ist.

In der jetzigen Situation wäre es für sie eher sehr wenig Aufwand, mich ab und zu wenn wir eh auf dem Sofa oder im Bett liegen einfach ein paar Minuten an ihren Brüsten saugen zu lassen. Ich habe sie auch schon explizit gefragt wenn sie müde war ob ich es machen dürfte wenn sie eingeschlafen ist, da sollte es ja gar nicht stören. Die Antwort war leider jedes Mal ein klares Nein. Sie steht der Idee an sich feindselig gegenüber.

Warum das so ist, ist schwer zu sagen. Es sind sicherlich bestimmte Moralvorstellungen, es sind die traumatischen Erfahrungen mit zweien unserer Kinder bei denen das Stillen sehr schwierig und frustrierend war, auch die Erfahung mit dem dritten Kind welches ihr regelrecht einen Teil der Brustwarze abgeknabbert hat. Es ist die Kränkung, der Vertrauensbruch durch mein heimliches Stillen und die Tatsache, dass ich das Thema seither nicht ruhen lassen kann.

Ich würde nicht behaupten, dass ich mich seither nur für ihre Brüste interessiere, sie hat auch einen sehr schönen Hintern und ich streichle sie ganz allgemein am ganzen Körper gerne und bin auch gerne in ihr. Nur will sie, dass ich dabei die Brüste ausspare und das fällt mir sehr schwer bis unmöglich (sie hat beeindruckende große Naturbrüste die schon rein von ihrer Dimension her kaum zu übersehen sind, da streichelt man auch nicht so leicht dran vorbei...).

Was sie mehrfach gesagt hat ist, dass sie Zeit braucht. Aber auch betont dass sie selbst nach Ablauf von x Zeit nicht sagen kann, ob sie sich darauf einlassen kann. An der Stelle wird es dann schwer für mich, weil wenn der Lohn so unsicher ist, fällt das Warten auf die Belohnung umso schwerer.
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Re: Übergang von Baby stillen zu Partner stillen

Beitrag von Millenium »

Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 13:48 Eigentlich auf ein häufig vorkommendes Formulierungsunglück bei Kontaktanzeigen gemünzt:
[Bild]
Aber ich tippe, das ist auch das häufigste Problem, wo bei Frauen die Jalousie runterfällt, also einfach in der eigenen Phantasie oder nenns der eigenen Vorurteilswelt. Und das betrifft auch unseren Fetisch insgesamt. - Bei ihrer Scheide denkt keine Frau beim Sex daran, dass das auch der Geburtskanal ist, aber bei Milchgeben als Sex sitzt bei vielen nach wie vor fest drin, dass das nur einen einzigen Zweck haben kann/darf. Genau den Fokus muss man umgedreht kriegen. Die S/M-ler habens da leicht, die können sich den Kick geben, dass die dienende Sklavin von ihrem Herrn ausgesaugt wird und alles tun will, ihm das zu geben. Tja. Schon siehts ganz anders aus. Das müsste man eigentlich in einer zweiten Zeichnung gegenüberstellen.
Das ist etwas was mir allgemein sehr schwerfällt zu verstehen, seit ich mich für dieses Thema interessiere: Warum unsere Gesellschaft so widersprüchlich mit den Brüsten umgeht. Einerseits werden sie ständig in Werbung / Film etc. ganz offensichtlich für ihre sexuelle Ausstrahlungskraft verwendet, andererseits gelten sie ab dem Zeitpunkt wo damit ein Baby gestillt wird / wurde quasi als alleiniges Eigentum jenes Kindes und haben nahezu für allezeit ihre sexuelle Funktion verloren, und erst recht darf niemals der Vater des Kindes in denselben Genuss kommen...

Aber nun ja, so ist es halt. Hilft mir leider auch nicht.
Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 19:05 Aber davon (dieser Mann-Frau-Grundsatz-Sicht) mal abgesehen. Wenn die Kinder noch klein sind, kanns natürlich auch sein, dass sie sich grundsätzlich (also nicht bloß wegen dir) völlig übersättigt und bedrängt fühlt und alles viel zu viel ist. Das kann man als Potential sehen! Angenommen es ist so, dann guck dir mal an, wo du Druck bei ihr rausnehmen kannst, also irgendwas regelmäßig mit den Kindern machen, Haushalt, weiß der Geier. Vielleicht, ihr mal anbieten, ihr auch regelmäßig mal eine Auszeit zu nehmen, dass sie sich mit einer Freundin treffen kann o.ä, ohne immer alle am Rockzipfel zu haben. Kann ja sein, dass das alles bloß Symptome so einer Überlastung sind.
Also Überlastung und alles viel zu viel spielt definitiv eine große Rolle, ohne Frage. Großes Kind wechselt gerade in die weiterführende Schule, mittleres Kind ist präpubertär zickig und kleines Kind ist nun ja noch sehr klein und braucht vor und nach der Krippe eine rundum Betreuung. Großes Haus, großer Haushalt und viel zu tun, dazu noch Ehemann der potenziell an jeden Wochentag inklusive Wochenenden und Feiertagen arbeiten muss und dass auch mal 24h am Stück. Und in dieser Situation will sie gerade selbst wieder voll in den Beruf einsteigen.
Natürlich ist das sehr viel und eigentlich auch eindeutig zu viel.

Und ja, ich versuche soweit möglich dem Rechnung zu tragen, sobald ich durch die Tür komme nehme ich den Kleinen und kümmere mich um ihn, ich bin für Abwasch/Geschirrspülmaschine hauptverantwortlich, bringe den Müll raus, mähe den Rasen, übernehme wann immer zeitlich möglich den EInkauf, fahre gelegentlich die Kinder zu ihren Aktivitäten und bringe den Kleinen ins Bett.
Ich habe auch schon Bereitschaft signalisiert, meine Arbeitszeit zu reduzieren, was sie aber momentan nicht will.
Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 19:05
Zusatz-Idee: Versuche doch mal einen Deal. Du sagst klipp und klar, dass das derartig tief in dir drin ist, dass das nicht einfach ind en Skat stecken kannst. Und ihr macht aus, dass sie aber ein halbes Jahr erst mal ihre Ruhe davon hat. Details musst du dir aber überlegen, ich weiß ja nicht, was bei dir wirklich gehen würde.
Ist einfach so, dass die Kleinkindzeit echt ne schwere Belastung ist.
Hab es schonmal so ähnlich versucht. Da gibt es zwei Probleme. Also das eine ist dass sie sich a) nicht darauf einlassen kann, mir zu sagen nach wieviel Zeit es genug Pause war und b) sie mir keine Garantie geben möchte, dass sie sich nach Ablauf der Zeit wirklich vorstellen kann mich regelmäßig an die Brust zu lassen.
Das andere Problem ist in mir selbst und das wäre dass ich mir kaum vorstellen kann, so lange die FInger von ihnen zu lassen. Wir haben es schon einen Monat lang versucht, das hat so mäßig gut geklappt und danach war nichts anders als vorher, weder bei ihr noch bei mir.

Aber ja, eine lange Pause wo ich wirklich ihre Brüste komplett in Ruhe lasse, würde ihr definitiv helfen.

Christine hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 19:05
Ich hatte ja gehofft, dass die Sexualtherapeutin da helfen kann, aber die hat sich eher darauf fixiert dass ich ja "heimlich" bei meiner Frau gesaugt habe und dann eher eine "Opfer/Täter" Dynamik konstruiert.
Rückfrage: Echte Psychologische Psychotherapeutin oder bloß eine dieser psychoangehauchten Beraterinnen? - Aber selbst da sehe ich das als schweren Kunstfehler, falls ich das richtig verstanden habe. Mit dieser Modediagnose beringst du Männer sehr nahe an eine Situation, sich (strafrechtlich!) ernsthaft bedroht zu fühlen und die können dann in den Eigensicherungsmodus übergehen, sprich: Beziehung zerstört, tolles Therapieergebnis.
Ansonsten: Zu einer Beziehung gehören immer beide, also auch mal zu gucken, ob man sich mit Dingen anfreunden kann, die dem Partner Freude bereiten. Banales Beispiel: Sie ist völliger Ballett-Fan, er nicht, und er entschließt sich, sich auf Ballett richtig einzulassen. Ist er Opfer, ist sie Täterin? Wenn nein, warum ja beim Thema Sex?
Aber wie gesagt: Beachte den Aspekt Überlastung und denk mal ernsthaft drüber nach, ob von den oben schon gesagten was sinnvoll wäre.
Die Therapeutin ist Ärztin - Gynäkologin - die sich auf sowas spezialisiert hat.
Mein Eindruck war dass sie von ihrer eigenen Überzeugung her aber vor allem Feministin ist und sobald klar wurde dass in der Beziehung zwischen mir und meiner Frau etwas passiert ist was nicht vollkommen einvernehmlich war, wollte sie hauptsächlich meine Frau davon überzeugen Distanz zu mir aufzubauen.
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